Konzeption & Text. Sandra Cremer



Geburtstag auf allen Kanälen

21. November 2017

Früher mal habe ich Geburtstagskindern entweder persönlich gratuliert oder sie angerufen und bei Nichterreichen eine Nachricht hinterlassen. Anders heute: Da schreibe ich über den Facebook Messenger oder über WhatsApp. Damit die Person auch öffentlich beglückwünscht wird, gibt es noch einen Post auf der Facebook-Seite des Geburtstagskindes – am besten mit liebevoll ausgewähltem YouTube-Video. Weil ich es aber schöner finde, persönlich zu gratulieren, versuche ich trotzdem noch anzurufen. Wenn das nicht funktioniert, gibt es eventuell noch eine Sprachnachricht oder eine SMS hinterher. Meinen besten Freundinnen drücke ich dann idealerweise am Abend noch ein Küsschen auf die Wange. Dann ist das Geburtstagsglück perfekt!

Gegen Abholung zu verschenken!

6. November 2017

voucherIch weiß nicht, wie viele dieser Bons ich erst über Monate aufgehoben und dann schließlich doch weggeworfen habe. Gleiches gilt für Pfandmarken. Wobei diese zum Glück teilweise als Einkaufswagen-Chip funktionieren. Allerdings hatte ich auch schon welche in Button-Form. Die waren nicht so praktisch. Wer schmückt sich schon gerne mit seinen Ex-Bieren?

Schluchz! Ich bin nicht auf Platz 1!

17. Oktober 2017

shomenKatzenbilder sind ja bekanntermaßen sehr beliebt. Vor allem im Internet. Aber googelt man nach ihnen, bekommen sie nicht die meisten Hits. „Katzenbilder“ landet gerade mal auf Platz 3 (592.000 Hits). Damit allerdings noch ganz klar über „Hundebilder“ (462.000 Hits). Platz 2 überrascht nicht allzu sehr: Es sind „Pferdebilder“ (890.000 Hits). Wer ist aber nun auf Platz 1? Halten Sie sich fest: Es sind mit satten 1.100.000 Hits „Schweinebilder“. Und wenn Sie sich jetzt denken „Haha, das kann ich mir schon vorstellen, was das für „Schweinebilder“ sind …!“ – dann liegen Sie völlig falsch. Es sind tatsächlich Bilder von Schweinen. Zugegeben, ich habe auch eine Eule und einen Hirsch gesehen. Aber das fällt ja nicht unter Schweinkram, sondern unter mangelnde Tierkenntnis.

Selbstlos bis in den Werbertod

5. Oktober 2017

Jeder Freelancer und jede Agentur kennt das: Die eigene Website kommt immer zuletzt. Unsere Kunden dürfen sich über brandneue, kontinuierlich aktualisierte und frisch bestückte Online-Auftritte freuen. Wir selber aber gehen leer aus. Sind wir deswegen selbstlos? Nein, eher blöd. Ich darf das sagen, weil ich ja selbst seit Monaten nichts mehr für meinen Blog geschrieben habe. Wie will man denn seinen potenziellen Kunden glaubhaft vermitteln, dass man webtechnisch fit ist, wenn sich auf der eigenen Seite rein gar nichts tut? Ich werde mich jetzt direkt an der eigenen Nase fassen und mich wieder mehr um meine Website kümmern! Also nicht sofort. Demnächst halt, wenn es etwas ruhiger wird und ich mehr Zeit habe …

Never tell? Na toll!

1. Juni 2017

fish-546939_1280So schön das Freelancer-Dasein ist, es hat auch seine Schattenseiten. Zum Beispiel kann man viel weniger angeben als ein festangestellter Texter. Man arbeitet oft als Subunternehmer und nicht jede Agentur möchte ihre Kunden wissen lassen, dass sie mit Freien arbeitet. So hat man dann ganz tolle Referenzen, die man nicht herzeigen darf. Hmpf! Vielleicht sollte man aus der Not eine Tugend machen: Herumposaunen, für wen man alles angeblich schon getextet hätte. Und wenn es jemand genauer wissen will, antworten: „Sorry, dazu darf ich leider nichts sagen. NDA, Sie wissen schon …“

Text-Revue I: Mein schrägster Job

22. Mai 2017

In 17 Jahren als freie Texterin passiert einem so manches. Schönes, Spannendes, Überraschendes, Wunderliches, aber natürlich auch Unangenehmes. Zum Glück überwiegen die positiven Erinnerungen bei weitem. Ich möchte an dieser Stelle ein paar davon Revue passieren lassen. Heute: „Mein schrägster Job“. Das war die Erstellung von Storyboards für erotische Handy-Games. Meine Aufgabe bestand darin, mir pseudojapanische Namen und „erotische“ Geschichten auszudenken. Der Spieler durfte sich dann jeweils entscheiden, wie die Story weitergeht. Sie hätten gerne ein Beispiel? Das ist schon mindestens zehn Jahre her. Deswegen habe ich auf Anhieb leider keines parat. Ist aber vielleicht besser so …

Falls du, lieber damaliger Amoe-595960_640uftraggeber, mit dem ich hier auch noch auf XING vernetzt bin, das liest: Herzlichen Dank noch einmal. Ich habe mich köstlich amüsiert.

Sonne, Mumie, Regen

2. Mai 2017

mumieGestern hat mich beim Besuch des Lokschuppens in Rosenheim der Fluch der Mumie getroffen. Vorher saß ich noch bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse des Cafés. Hinterher durfte ich bei Schneeregen nachhause fahren. Alle, die sich dieses Bild angesehen haben, sind jetzt leider auch betroffen. Sorry, aber gemeinsam erträgt sich das schlechte Wetter einfach besser.

Profile fail

18. April 2017

girl-466133_1280Beruflich bedingt habe ich mich vor kurzem mit der Optimierung von Dating-Profilen beschäftigt. Wenn man sich durch die Business-Plattformen wie XING oder Linkedin klickt, dann wäre auch hier Hilfe dringend vonnöten. Es hapert oft schon an den einfachsten Dingen: Da tummeln sich verschwommene oder verzerrte Profilfotos oder (bei den Damen) solche, die eher nach professionellem Begleit-Service aussehen. In den Texten finden sich oft Rechtschreibfehler. Was nicht nur nachlässig wirkt, sondern auch dazu führt, dass man unter dem jeweiligen Stichwort nicht gefunden wird. Viele haben zudem Probleme, die Felder „ich biete“ und „ich suche“ auseinander zu halten. Das klingt jetzt etwas überheblich. Ich weiß. Vielleicht habe ich auch einen dicken Hund in meinem Profil. Ich schaue lieber gleich mal nach …

Streckmetall sells!

6. April 2017

streckmetallWas haben Sie für ein Gefühl, wenn Sie an Streckmetall und Lochblech denken? Sehen Sie, mir ging es genauso, bis ich meinen Kunden MEVACO kennen gelernt habe. Dass sich meine Vorstellung geändert hat, liegt nicht nur an dem netten Team. Sondern auch daran, dass MEVACO seine Produkte auf wirklich ansprechende Weise vorstellt – anhand von ausgewählten Projekten, bei denen das Material eingesetzt wurde. Hier kommen die Leute zu Wort, die wirklich eine Ahnung davon haben. Nämlich die Handwerker, die es verbaut haben. Gepaart mit schönen Aufnahmen wird ein runder, interessanter Artikel daraus. Ich durfte auch schon zwei davon schreiben und freue mich bereits auf die nächsten.

http://www.mevaco.de/fascination-55/

http://www.mevaco.de/fascination-56/

Spiel mir das Lied vom Fax

20. März 2017

harmonica-1407275_640Es muss sie geben, die Leute, die noch faxen. Vielleicht sind es sogar viele und ich kenne sie bloß nicht. Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass jeder eine geschäftliche Faxnummer angibt. Also jeder außer mir. Denn ich habe mir erlaubt, mir kein neues Faxgerät mehr anzuschaffen, als mein altes den Geist aufgegeben hat. Das war so eine Aldi Hausmarke mit einem speziellen Klingelton. Eindeutig die ersten Takte von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Es war wohl seiner Zeit voraus.