Heute möchte ich einmal erzählen, warum ich so gerne freie Texterin bin: Am Schönsten ist, dass ich immer wieder etwas Neues dazu lerne. Ich befasse mich mit Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen, die ich vorher überhaupt nicht oder nur sehr verschwommen auf dem Schirm hatte. Die intensive Beschäftigung mit diesen neuen Themenbereichen führt dazu, dass ich ein mitunter recht skurriles Inselwissen ansammle. Und weil ich mich nicht auf einzelne Branchen begrenze, sind diese Inseln über mehrere Ozeane verstreut.
Auch die Art der Texte, die ich schreibe, hat eine große Bandbreite. Von Artikeln für das Online-Portal einer Bank oder für einen Verlag mit Kreativbüchern über Broschüren für ein Augenlaser-Zentrum oder ein Umwelttechnikunternehmen bis hin zu Webtexten für ein Fahrradgeschäft oder eine Denkmalstiftung. Auch mit Produkttexten für Gemüsekonserven oder Feinstpapier und Pressemeldungen für Architekten oder eine Beteiligungsgesellschaft habe ich mich schon vergnügt. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen … Besonders spannend ist es, wenn man gleichzeitig mehrere Projekte am Laufen hat, die verschiedener nicht sein könnten.
Und dann lernt man natürlich viele nette Menschen kennen – wenn auch heute meist nur noch per Mail oder Telefon. Früher wäre das undenkbar gewesen. Aber tatsächlich ist es so, dass ich einen großen Teil meiner Kunden noch nie persönlich getroffen habe. Für den einen oder anderen mag das befremdlich klingen. Ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil: Ich pflege mit vielen dieser „Fremden“ einen sehr herzlichen Kontakt. Und weil das so hervorragend funktioniert, kann ich Kunden in ganz Deutschland (und sogar darüber hinaus) betreuen. Eine prima Sache finde ich. Als ich mich im Jahr 2000 selbständig gemacht habe, war das noch völlig utopisch. Da gab es nur München und sonst nichts. Natürlich ist es nett, wenn man immer wieder vertrauten Gesichtern über den Weg läuft (München ist ja bekanntlich ein Dorf). Aber über den Tellerrand hinauszuschauen, hat noch nie jemandem geschadet …
Bloß kein Stillstand! Lieber wird etwas schlechter, als dass es gleich bleibt. Nach diesem Motto verfährt auch XING in der letzten Zeit. Ich schätze dieses Netzwerk sehr und nutze es schon seit ca. 14 Jahren. Bis vor ein paar Monaten war ich immer glücklich damit. Aber aktuell haben sie das dringende Bedürfnis nach krampfhafter Veränderung. Nein, ich bin nicht jemand, der sich prinzipiell gegen Neuerungen sträubt, weil er damit überfordert ist. Doch was XING mir da als Verbesserung verkaufen will, geht auf Kosten der Anwenderfreundlichkeit und der Performance. Ich brauche mehr Klicks, um an mein Ziel zu kommen. Sinnvolle Funktionen verschwinden und werden durch sinnlose ersetzt. Manchmal frage ich mich wirklich, ob die Leute, die sich diese „Verbesserungen“ ausdenken, selbst schon einmal die Plattform genutzt haben.

„… Texter, die gerne Kommentare verfassen und nebenbei damit etwas verdienen wollen.“ Darüber bin ich vor kurzem gestolpert – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie das lesen. Aber ich als Texter finde das fast schon unverschämt. Würde da „Leute“ stehen oder „Hobby-Schreiber“ oder etwas in der Art, wäre es noch in Ordnung. Wenn man viel Zeit hat und für etwas bezahlt wird, das man ohnehin tun würde, ist doch wunderbar. Aber dafür einen Texter suchen …? Puh. Das zeigt, dass viele Menschen denken, dass jeder, der halbwegs fehlerfrei ein paar deutsche Sätze tippen kann, ein Texter ist. Und so kommt es dann auch, dass Texter gesucht werden, die für 1,3 Cent pro Wort Content liefern sollen. Das heißt, mein Blog-Artikel wäre hinter dem nächsten Punkt gerade mal 1,82 Euro wert. Eine Packung billige Butter hätte ich mir also schon verdient. Für Biobutter müsste ich aber noch deutlich mehr schreiben. Liebe Schreiberlinge dort draußen – mögt ihr euch jetzt selbst Texter nennen oder nicht – lasst euch auf solche Dumpingpreise nicht ein. Damit kommt ihr nicht annähernd auf den gesetzlichen Mindestlohn. Wenn doch, dann müssen die Texte unterirdisch sein. Und brauchen wir wirklich noch mehr Müll im Internet? Ich finde nicht.
Viele lange Jahre lag „Sag es treffender“ von A. M. Textor immer griffbereit auf meinem Schreibtisch. Viele Denkanstöße habe ich diesem wunderbaren Buch zu verdanken. Aber leider hat ihm das Internet inzwischen den Rang abgelaufen. Nun tummle ich mich auf den einschlägigen Websites, die zwar sehr praktisch sind, aber nicht diesen Blätter-Charme haben. Auch der Wahrig sowie das Fremdwörterlexikon, das Bedeutungswörterbuch und das Wörterbuch der Redewendungen von Duden stauben inzwischen im Regal vor sich hin. Zu Letzteren habe ich aber nicht annähernd eine so innige Beziehung wie zu meinem Textor. Denn der ist gute alte Texterschule aus Zeiten, als es noch gar keine Texterschulen gab. Seufz.
Wäre dieser Spruch wahr, dann dürften wir an diesem dritten Tag des Jahres vom restlichen 2018 nicht mehr viel erwarten. Aber ich bin mir sicher, dass aller guten Tage 365 sind! Außer in den Schaltjahren natürlich …
Dieser Dezember ist mir irgendwie abhandengekommen. Ich hätte schwören können, dass wir noch November haben! Aber da eben Weihnachten war, kann das nicht stimmen. Nun ist er schon fast rum dieser letzte Monat im Jahr. Läppische drei Tage sind davon noch übrig. Ebenso von 2017. Naja, 2018 ist ja auch noch ein Jahr. In diesem Sinne:
Einen guten Rutsch allerseits!
Früher mal habe ich Geburtstagskindern entweder persönlich gratuliert oder sie angerufen und bei Nichterreichen eine Nachricht hinterlassen. Anders heute: Da schreibe ich über den Facebook Messenger oder über WhatsApp. Damit die Person auch öffentlich beglückwünscht wird, gibt es noch einen Post auf der Facebook-Seite des Geburtstagskindes – am besten mit liebevoll ausgewähltem YouTube-Video. Weil ich es aber schöner finde, persönlich zu gratulieren, versuche ich trotzdem noch anzurufen. Wenn das nicht funktioniert, gibt es eventuell noch eine Sprachnachricht oder eine SMS hinterher. Meinen besten Freundinnen drücke ich dann idealerweise am Abend noch ein Küsschen auf die Wange. Dann ist das Geburtstagsglück perfekt!
Ich weiß nicht, wie viele dieser Bons ich erst über Monate aufgehoben und dann schließlich doch weggeworfen habe. Gleiches gilt für Pfandmarken. Wobei diese zum Glück teilweise als Einkaufswagen-Chip funktionieren. Allerdings hatte ich auch schon welche in Button-Form. Die waren nicht so praktisch. Wer schmückt sich schon gerne mit seinen Ex-Bieren?
Katzenbilder sind ja bekanntermaßen sehr beliebt. Vor allem im Internet. Aber googelt man nach ihnen, bekommen sie nicht die meisten Hits. „Katzenbilder“ landet gerade mal auf Platz 3 (592.000 Hits). Damit allerdings noch ganz klar über „Hundebilder“ (462.000 Hits). Platz 2 überrascht nicht allzu sehr: Es sind „Pferdebilder“ (890.000 Hits). Wer ist aber nun auf Platz 1? Halten Sie sich fest: Es sind mit satten 1.100.000 Hits „Schweinebilder“. Und wenn Sie sich jetzt denken „Haha, das kann ich mir schon vorstellen, was das für „Schweinebilder“ sind …!“ – dann liegen Sie völlig falsch. Es sind tatsächlich Bilder von Schweinen. Zugegeben, ich habe auch eine Eule und einen Hirsch gesehen. Aber das fällt ja nicht unter Schweinkram, sondern unter mangelnde Tierkenntnis.
Jeder Freelancer und jede Agentur kennt das: Die eigene Website kommt immer zuletzt. Unsere Kunden dürfen sich über brandneue, kontinuierlich aktualisierte und frisch bestückte Online-Auftritte freuen. Wir selber aber gehen leer aus. Sind wir deswegen selbstlos? Nein, eher blöd. Ich darf das sagen, weil ich ja selbst seit Monaten nichts mehr für meinen Blog geschrieben habe. Wie will man denn seinen potenziellen Kunden glaubhaft vermitteln, dass man webtechnisch fit ist, wenn sich auf der eigenen Seite rein gar nichts tut? Ich werde mich jetzt direkt an der eigenen Nase fassen und mich wieder mehr um meine Website kümmern! Also nicht sofort. Demnächst halt, wenn es etwas ruhiger wird und ich mehr Zeit habe …