Konzeption & Text. Sandra Cremer




Never tell? Na toll!

1. Juni 2017

fish-546939_1280So schön das Freelancer-Dasein ist, es hat auch seine Schattenseiten. Zum Beispiel kann man viel weniger angeben als ein festangestellter Texter. Man arbeitet oft als Subunternehmer und nicht jede Agentur möchte ihre Kunden wissen lassen, dass sie mit Freien arbeitet. So hat man dann ganz tolle Referenzen, die man nicht herzeigen darf. Hmpf! Vielleicht sollte man aus der Not eine Tugend machen: Herumposaunen, für wen man alles angeblich schon getextet hätte. Und wenn es jemand genauer wissen will, antworten: „Sorry, dazu darf ich leider nichts sagen. NDA, Sie wissen schon …“

Text-Revue I: Mein schrägster Job

22. Mai 2017

In 17 Jahren als freie Texterin passiert einem so manches. Schönes, Spannendes, Überraschendes, Wunderliches, aber natürlich auch Unangenehmes. Zum Glück überwiegen die positiven Erinnerungen bei weitem. Ich möchte an dieser Stelle ein paar davon Revue passieren lassen. Heute: „Mein schrägster Job“. Das war die Erstellung von Storyboards für erotische Handy-Games. Meine Aufgabe bestand darin, mir pseudojapanische Namen und „erotische“ Geschichten auszudenken. Der Spieler durfte sich dann jeweils entscheiden, wie die Story weitergeht. Sie hätten gerne ein Beispiel? Das ist schon mindestens zehn Jahre her. Deswegen habe ich auf Anhieb leider keines parat. Ist aber vielleicht besser so …

Falls du, lieber damaliger Amoe-595960_640uftraggeber, mit dem ich hier auch noch auf XING vernetzt bin, das liest: Herzlichen Dank noch einmal. Ich habe mich köstlich amüsiert.

Sonne, Mumie, Regen

2. Mai 2017

mumieGestern hat mich beim Besuch des Lokschuppens in Rosenheim der Fluch der Mumie getroffen. Vorher saß ich noch bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse des Cafés. Hinterher durfte ich bei Schneeregen nachhause fahren. Alle, die sich dieses Bild angesehen haben, sind jetzt leider auch betroffen. Sorry, aber gemeinsam erträgt sich das schlechte Wetter einfach besser.

Profile fail

18. April 2017

girl-466133_1280Beruflich bedingt habe ich mich vor kurzem mit der Optimierung von Dating-Profilen beschäftigt. Wenn man sich durch die Business-Plattformen wie XING oder Linkedin klickt, dann wäre auch hier Hilfe dringend vonnöten. Es hapert oft schon an den einfachsten Dingen: Da tummeln sich verschwommene oder verzerrte Profilfotos oder (bei den Damen) solche, die eher nach professionellem Begleit-Service aussehen. In den Texten finden sich oft Rechtschreibfehler. Was nicht nur nachlässig wirkt, sondern auch dazu führt, dass man unter dem jeweiligen Stichwort nicht gefunden wird. Viele haben zudem Probleme, die Felder „ich biete“ und „ich suche“ auseinander zu halten. Das klingt jetzt etwas überheblich. Ich weiß. Vielleicht habe ich auch einen dicken Hund in meinem Profil. Ich schaue lieber gleich mal nach …

Streckmetall sells!

6. April 2017

streckmetallWas haben Sie für ein Gefühl, wenn Sie an Streckmetall und Lochblech denken? Sehen Sie, mir ging es genauso, bis ich meinen Kunden MEVACO kennen gelernt habe. Dass sich meine Vorstellung geändert hat, liegt nicht nur an dem netten Team. Sondern auch daran, dass MEVACO seine Produkte auf wirklich ansprechende Weise vorstellt – anhand von ausgewählten Projekten, bei denen das Material eingesetzt wurde. Hier kommen die Leute zu Wort, die wirklich eine Ahnung davon haben. Nämlich die Handwerker, die es verbaut haben. Gepaart mit schönen Aufnahmen wird ein runder, interessanter Artikel daraus. Ich durfte auch schon zwei davon schreiben und freue mich bereits auf die nächsten.

http://www.mevaco.de/fascination-55/

http://www.mevaco.de/fascination-56/

Spiel mir das Lied vom Fax

20. März 2017

harmonica-1407275_640Es muss sie geben, die Leute, die noch faxen. Vielleicht sind es sogar viele und ich kenne sie bloß nicht. Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass jeder eine geschäftliche Faxnummer angibt. Also jeder außer mir. Denn ich habe mir erlaubt, mir kein neues Faxgerät mehr anzuschaffen, als mein altes den Geist aufgegeben hat. Das war so eine Aldi Hausmarke mit einem speziellen Klingelton. Eindeutig die ersten Takte von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Es war wohl seiner Zeit voraus.

Such, such!

8. Februar 2017

egg-256025_640Es gibt (leider viele) Webseiten, auf denen man die Infos suchen muss wie Ostereier. Landing Pages für Job-Angebote, auf denen der Standort fehlt und man sich doch wieder auf die übergeordnete Seite hochhangeln muss. Seiten, deren Inhalte man besser über Google sucht, weil man sie über die seiteneigene Navigation oder Suchfunktion niemals finden würde (dafür aber Tonnen von Infos, die mit der gewünschten Info rein gar nichts zu tun haben). Seiten von Dienstleistungsunternehmen mit Publikumsverkehr, die ihre Öffnungszeiten in der Sub-Sub-Navigation verstecken usw. Und es sind beileibe nicht nur die kleinen, „unerfahrenen“ Unternehmen, denen solche groben Fehler unterlaufen. Testet diese Seiten niemand mehr oder sind selbst die Tester schon so betriebsblind? Oder soll dieses Versteckspiel etwa die Aufenthaltsdauer auf der Seite erhöhen? Ich werde lieber nicht mehr weiter darüber nachdenken, weil das wahrscheinlich auch zum perfiden Plan gehört …

Glück im Doppelpack

10. Januar 2017

2016-12-30-14-20-04„Eine dreifarbige Katze schützt das Haus vor Feuer und anderem Unglück, die Menschen vor dem Fieber, löscht auch das Feuer, wenn man sie in dasselbe wirft und heißt deshalb „Feuerkatze“. Wer sie ertränkt hat kein Glück mehr oder ist sieben Jahre lang unglücklich; wer sie totschlägt hat fernerhin kein Glück; wer sie schlägt muss es von hinten tun.“

Wenn Brehms Tierleben von 1893 das sagt, dann muss da was dran sein. Darum habe ich mir gleich zwei davon ins Haus geholt. Bis jetzt hat es nicht gebrannt und es gab auch sonst kein Unglück (bis auf zerbrochene Pflanzentöpfe, verschluckte Ohrstöpsel und zerkratzte Arme und Beine). Da ich nicht plane, sie zu ertränken oder zu erschlagen, stehen die Chancen auf ein glückliches 2017 ganz gut!

28. Dezember 2016

roulette„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“

Geklaut von Albert Einstein

Katalogisiert

23. November 2016

mailbox-1682944_640Übers Internet zu bestellen, ist eine tolle Sache. Bequemer geht’s nicht. Man sollte sich zur Sicherheit jedoch einen größeren Briefkasten zulegen. Denn ist man erst einmal im System drin, ist man verratzt.

Ob man nur ein T-Shirt bestellt und dieses sogar zurückschickt, spielt keine Rolle. Die Katalogschwemme nimmt ihren Lauf. Mehrmals wöchentlich wird man damit beglückt. Natürlich nicht nur von Anbieter Nummer 1, sondern von sämtlichen Partnerunternehmen sowie von denen, die die Adressen gekauft haben (Was natürlich nie passiert!).

Besondere Vorsicht gilt auch beim Sportartikel- und Elektronikversand. Die verschicken zwar seltener Kataloge, aber die haben es dafür in sich. Da kann es schon mal passieren, dass der Briefkasten von der Wand gerissen wird beim Versuch, das Monster hineinzustopfen (kein Witz). Nur ein Umzug kann die ersehnte Erlösung bringen.

Ich persönlich bestelle seitdem nicht mehr bei einem gewissen Unternehmen, selbst wenn ich dort ein attraktives Angebot finde.

Deutlich schlauer stellen es diejenigen an, die Gutscheine an ihre Kunden verschicken. Die liegen dann auf meinem Schreibtisch. Und sobald sie nicht mehr gültig sind, bestelle ich dort was.


Zum Inhalt springen