Ich wundere mich immer wieder, welche Art von und vor allem auch, welche Mengen von „Duft“ manche Menschen als angenehm empfinden. Über Geruch kann man nicht streiten? Doch, nämlich dann, wenn die Leute sich so einnebeln, dass es schon fast an Körperverletzung grenzt. Es heißt ja, dass man sein eigenes Parfüm immer weniger riecht mit der Zeit. Was wiederum dazu führt, dass man immer mehr aufträgt. Ohne zu bemerken, dass die sozial verträgliche Dosis längst überschritten ist. Aber wie erklärt man sich, dass die Flasche, die anfangs noch ein halbes Jahr gehalten hat, jetzt nach einer Woche leer ist? Und außerdem: Haben diese Menschen keine Freunde? Gibt es denn keine mitfühlende Seele, die sie darauf aufmerksam macht, dass sie bis zum Himmel stinken? Im Gegensatz zu Mundgeruch lässt sich diese Art von olfaktorischer Belästigung ja ganz leicht beheben. Freiwillige vor!
Ich möchte das lange Osterwochenende nutzen, um ein bisschen Werbung für eine langjährige Freundin zu machen. Aber auch zugleich für mich. Denn den Namen „Ware Freude“ habe ich für sie entwickelt. Dahinter verbirgt sich eine Ladenwerkstatt im Münchner Westend mit Online-Shop, wo es lauter ganz wunderbare mit viel Lust und Liebe gestaltete Accessoires und Geschenke gibt: „Von Hand. Von hier“ Auch dieser Claim ist auf meinem Mist gewachsen. Denn meine Freundin Stephanie Steppich legt Wert auf den regionalen Aspekt und auch auf faire Arbeitsbedingungen, wenn es um ihr Ausgangsmaterial geht. Wie zum Beispiel Fairwear-Shirts, die sie dann selbst per Hand veredelt. Darüber hinaus hat sie noch viele hübsche Holzschilder, Postkarten und vieles mehr im Sortiment. Sie finden Ware Freude übrigens auch auf dem Münchner Tollwood (Sommer & Winter).
Alles Weitere steht unter www.ware-freu.de
Per Klick aufs Bild sind Sie da!
Frohe Ostern allesamt!
So ein Blog will gepflegt sein. Wenn hier zu große Lücken entstehen, erscheine ich als unmotiviert und nachlässig. Das will ich tunlichst vermeiden. Aber manchmal fehlt einfach die Inspiration, um aus dem Nichts etwas zu schaffen. Als Kreative fällt einem schließlich doch noch etwas ein: Man gehe auf Wikipedia und klicke dort den zufälligen Artikel an. Ich bin immer wieder überrascht, auf was ich dort stoße. Heute ist es „Yesterday Started Tomorrow“. Das sagt Ihnen nichts? Nun, mir schon. Das ist nämlich der Name des dritten Albums der „Angry Samoans“, die ich rein zufällig gerne mag. Wäre ich jetzt ein Verschwörungstheoretiker, würde ich annehmen, dass Wikipedia die Daten, die über mich im Netz herumschwirren, verwendet hat, um für mich einen passenden Artikel auszusuchen. Als Dankeschön für die letzte Spende. Doch ganz so paranoid bin ich nicht. Wobei ich lieber auf Nummer sicher gehe. Gleich noch einmal ausprobieren … Puh, jetzt bekomme ich „Lorenz Landl“ ausgespuckt, einen ehemaligen österreichischen Politiker. Der hat nun wirklich nichts mit mir zu tun. Muss ich wohl noch einmal spenden …
PS: Um Sie komplett zu verwirren, habe ich zu diesem Artikel ein Bild gewählt, das überhaupt nicht zum Text passt. Aber ich will Sie nicht im Unklaren lassen: Es ist aus dem Berliner Museum für Naturkunde.
Ich hatte es ja letztens schon erwähnt: Im Grunde unseres Herzens sind wir Werbetexter verkappte Schriftsteller. Das habe ich jetzt einfach mal so in den Raum geworfen, ohne ein einziges Beispiel zu nennen. Dabei gibt es so viele und vor allem auch so gute. Nehmen wir einmal Martin Suter, der seine Position als CD einer renommierten Agentur gegen das Schriftstellerdasein eingetauscht hat. Oder wussten Sie, dass der Krimiautor Wolf Haas früher als Werbetexter gearbeitet hat? Auch Frank Schätzing kommt ursprünglich aus der Werbung. Und jetzt fragen Sie sich vielleicht: Wie sieht es denn mit der Frau Cremer aus? Hat die keine Ambitionen in diese Richtung? Aber selbstverständlich! In meiner Schublade wartet seit Jahren ein dicker Stapel handbeschriebener Blätter auf die weitere Verwertung. Und wenn sie nicht verblichen sind, dann warten sie noch heute.
Das macht sie doch immer, werden Sie jetzt sagen. Da haben Sie völlig Recht. Aber heute mache ich mal unentgeltlich Werbung für eine Seite, in der immer wieder echte Perlen zu finden sind: Belles Lettres, ein Onlinemagazin und Video-Podcast für Sprachkunde und Stilistik. Ich gebe zu, dass es hier in sprachlichen und stilistischen Fragen sehr in die Tiefe geht. Und auch ich habe nicht alle Artikel bis zum Ende gelesen. Aber weil wir Werbetexter ja zum großen Teil verkappte Schriftsteller sind (viele werden es dann auch tatsächlich), finden wir es fantastisch, wenn sich jemand so intensiv und liebevoll mit Sprache auseinander setzt. Stöbern Sie doch mal rein bei den schönen Buchstaben: http://www.belleslettres.eu/
Jeder kennt es: Irgendein rücksichtsloser Mensch nimmt den letzten Kaffee und macht keinen neuen. Doch manchmal hat das auch sein Gutes. Zum Beispiel, wenn es zur Erfindung der Webcam führt. Wir sehen hier die Trojan Room Coffee Pot Camera, die am 11. November 1991 im Computerlabor der University Cambridge installiert wurde. Nachdem die Kanne hier ziemlich leer aussieht, wird wohl jemand eins auf den Deckel bekommen haben. Das Bild stammt übrigens von Quentin Stafford-Fraser, der aber nichts gegen die Verwendung hat. Thanks, Quentin!
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Immer wieder gibt einem die Bahn neue Rätsel auf. Wie man es schaffen kann, fast immer Verspätung zu haben. Aber auch, wie es den Bahnmitarbeitern gelingt, bei diesem ganzen Chaos gute Laune zu bewahren. Stressresistenz ist ganz sicher eines der wichtigsten Einstellungskriterien. Doch heute geht es um etwas anderes. Als ich neulich mit der Regionalbahn fuhr, sah ich diesen einladenden Klappsitz mit der Aufschrift „Bitte für Cateringservice freihalten“. Alle Fahrgäste haben den Hinweis brav befolgt. Alle freuten sich schon auf den Cateringservice. Vergebens. Dabei hatte ich mir so schön ausgemalt, wie in erstaunlicher Geschwindigkeit Tische und Stühle wie aus dem Nichts aufgebaut und die wunderbarsten Speisen und Getränke aufgetischt werden. Aber nein, hungrig und durstig musste ich wieder aussteigen. Das nächste Mal schaue ich nach, ob unter der Sitzklappe nicht vielleicht eine Minibar versteckt ist. Das würde auch die gute Laune der Bahnmitarbeiter erklären.
Heute wird Gene Hackman 85 Jahre alt. Gefühlt habe ich ihn schon in Hunderten von Filmen gesehen. Tatsächlich können es aber höchstens 77 gewesen sein. Denn in mehr Filmen hat er nicht gespielt. Es muss an seinem großen schauspielerischen Talent liegen und daran, dass man die Filme nicht vergisst, in denen er geglänzt hat. Dass er 2004 seine Karriere für beendet erklärt hat, tut dem keinen Abbruch. Ein Oscar für sein Lebenswerk wäre da schon angemessen. Steve Martin hat schließlich 2014 auch einen bekommen. Also, werte Akademiemitglieder, es wird Zeit!
PS: Ein Bild wäre natürlich schön gewesen, aber ich möchte keine Copyright-Probleme bekommen … ;-)

Seit dem 1. Januar ist es erlaubt: die Kennzeichen-Mitnahme zu einem neuen Wohnort. Und ich bin einer der 9,3 Millionen Deutschen, die dieses Jahr davon profitieren können. Streng genommen sind es aber nur 5,3 Millionen, weil nicht jeder ein Auto besitzt. Noch strenger genommen sind es noch weniger, weil manche mehr als ein Auto besitzen. Aber so kleinlich will ich jetzt nicht sein. Hier geht es ja schließlich um meinen persönlichen Vorteil: Denn im Sommer ziehe ich von Baden-Württemberg zurück in meine alte Heimat Bayern. Nun muss ich nicht meine guten alten Nummernschilder abschrauben, nur um ein M-X oder dergleichen herumzufahren. Mein Freiburger Kennzeichen kommt mit! FR-EU!